Die Formel
Dieser Rechner verwendet die Naegele-Regel: 280 Tage (40 Wochen) werden zum ersten Tag der letzten Menstruation (LMP) addiert, um den errechneten Geburtstermin (ET) zu schätzen. Sie ist seit dem 19. Jahrhundert geburtshilflicher Standard und wird vom ACOG als Erstmethode empfohlen.
Grenzen der Formel
Die Naegele-Regel beruht auf den folgenden Annahmen. Weicht Ihre Situation davon ab, wächst der Fehler — bestätigen Sie Ihren ET durch eine frühe Ultraschalluntersuchung.
- Setzt einen 28-tägigen Menstruationszyklus voraus. Längere Zyklen verschieben den realen ET nach hinten, kürzere nach vorne.
- Setzt voraus, dass der Eisprung 14 Tage nach Beginn der Menstruation stattfindet. Die Länge der Lutealphase variiert individuell.
- Nur etwa 5% der Babys kommen genau am ET zur Welt; etwa 65% innerhalb ±1 Woche und 90% innerhalb ±2 Wochen.
- Bei IVF oder unregelmäßigem Zyklus ist der Fehler größer — die Ultraschallmessung (CRL) ist genauer.
Häufige Fragen
Meine Klinik nennt einen anderen ET — welcher gilt?
Die Klinik geht vor. Geburtshelfer kombinieren die Naegele-Regel mit einer Frühschwangerschafts-Ultraschalluntersuchung (Woche 8–13), die die Scheitel-Steiß-Länge (CRL) misst und genauer ist als LMP allein. Dieser Rechner nutzt nur die LMP.
Mein Zyklus ist nicht 28 Tage — stimmt das Ergebnis trotzdem?
Je stärker Ihr Zyklus von 28 Tagen abweicht, desto größer der Fehler. Ein 35-Tage-Zyklus kann den realen ET zum Beispiel etwa eine Woche nach hinten verschieben. Wir planen die Eingabe der Zykluslänge in einem späteren Update; bevorzugen Sie bis dahin einen ET aus dem Frühultraschall.
Ich bin durch IVF schwanger geworden — wie rechne ich?
Bei IVF-Schwangerschaften ist die LMP-Basis unzuverlässig. Nutzen Sie unseren spezialisierten IVF-Geburtstermin-Rechner: Er rechnet vom Embryotransfer-Datum (Tag-3- oder Tag-5-Embryo) und ist genauer.